Fruchtsäurepeeling
– jüngere Haut auf natürlichem Weg
Um eine schöne, ansprechende Haut zu erhalten, benutzten schon die alten Ägypter - unwissentlich - Fruchtsäuren (Alpha-Hydroxysäuren). Ob die Eselsmilch von Kleopatra (Milchsäure) oder die Gesichtsbehandlung mit Rotwein (Weinsäure) am Hof des Sonnenkönigs – sie alle stellen eine Form des Fruchtsäurepeelings dar.
Für das Fruchtsäurepeeling in der heutigen Zeit kommen spezielle Rezepturen aus Glykolsäure zur Anwendung. Im Naturzustand findet sich Glykolsäure in Zuckerrohrsaft, Zuckerrüben, unreifen Weintrauben und in den Blättern des wilden Weins.
Im Folgenden sollen die häufigsten Fragen zum Fruchtsäurepeeling beantwortet werden:
Was bewirkt die Glykolsäure auf der Haut?
Fruchtsäuren in hoher Konzentration vermindern das starke „Zusammenkleben“ von Hornhautzellen und erleichtern so die Ablösung der toten Hautschuppen. Die Hornhaut wird so in ihrer Dicke reduziert und wirkt gesünder und jugendlicher. Gleichzeitig führen die Fruchtsäuren zu einer Feuchtigkeitserhöhung der Haut, sie wird weich und geschmeidig. Die jedoch nachhaltigste Wirkung der Fruchtsäuren liegt darin, dass sie die Haut zu einer natürlichen Erneuerung anregen und so zu einer Neubildung von elastischen und kollagenen Fasern führen; die Haut wird nachweislich straffer, das Hautrelief wird glatter.
Beispiel Akne und Aknenarben:
Vor Therapie |
Nach Therapie |
Welche Hautprobleme können mit Glykolsäure verbessert werden?
- Kleine Falten durch Hautalterung und Lichtschäden
- Aknefolgen wie Narben, vergrösserte Poren, „unreine Haut“
- Pigmentstörungen wie Altersflecken und Schwangerschaftsflecken
- Trockene, schuppige, raue Haut
Wie sieht die praktische Durchführung eines Fruchtsäure-Peelings aus?
Zunächst wird die Haut während einer 2-wöchigen Vorbereitungsphase auf das Peeling vorbereitet. Hierbei trägt der Patient jeden Abend eine Fruchtsäurecreme auf, die etwa 10 % Säure enthält.
Beim ersten Peeling in der Praxis wird die Haut zunächst gründlich gereinigt und entfettet sowie empfindliche Bereiche wie z.B. Augenwinkel mit Vaseline abgedeckt. Dann trägt der Therapeut eine Lösung mit zunächst 20 % Fruchtsäure mit einem Pinsel auf. Sobald der Patient ein Hitzegefühl verspürt, wird die Fruchtsäure mit einer Pufferlösung neutralisiert und die Haut mit Wasser abgewaschen. Anschließend wird die gereizte Haut mit einer Kräutermaske beruhigt.
2-3 Tage nach der Peeling-Sitzung trägt der Patient wieder die 10%-ige Fruchtsäurecreme jeden Abend selbständig auf.
Das nächste Peeling in der Praxis erfolgt in etwa 2-4 Wochen, wobei die Konzentration der Fruchtsäure jetzt deutlich gesteigert wird.
Insgesamt sind mindestens 6 bis 10 Sitzungen in der Praxis erforderlich, bis die gewünschte Hautverjüngung erreicht ist.
Welche Nebenwirkungen des Fruchtsäurepeelings können auftreten?
- Rötung, Reizung, Spannungsgefühl, milde Schuppung für 1-2 Tage nach der Anwendung
- Entwicklung einer Unverträglichkeit bzw. Allergie gegen die verwendeten Substanzen
- Vorrübergehende verstärkte oder abgeschwächte Pigmentierung
- Evtl. kurzfristiges „Aufblühen“ einer Akne
- Verschlechterung und Ausbreitung bestehender Viruswarzen oder eines Herpes
Wann sollte auf ein Fruchtsäurepeeling verzichtet werden?
- Bei extrem reizbarer Haut (z.B. akute Neurodermitis)
- Nach einer längerfristigen Schältherapie z.B. mit Roaccutan-Tabletten oder auch Cremes
- Bei Neigung zu häufigem Herpes oder Viruswarzen
- Nach kurzzeitig zurückliegenden Haut-Operationen oder Bestrahlungen
Was sollte für den Tag des Fruchtsäurepeelings in der Praxis beachtet werden?
- 1 Woche vor dem Peeling müssen schälende oder reizende Medikamente (z.B. Aknemittel, Enthaarungscremes) abgesetzt werden
- am Tag der Peeling-Sitzung keine Rasur, kein After-Shave und kein Make-up
- mindestens 24 Stunden nach dem Peeling keine Sonnenbestrahlung, kein Solarium
- die „Zwischenbehandlung“ zuhause mit dem gewohnten milden Fruchtsäurepräparat frühestens am 2. Tag nach dem Peeling wieder beginnen (wenn die Haut sich beruhigt hat)
Was kostet eine Peeling-Sitzung in der Praxis?
Eine Peeling-Sitzung umfasst üblicherweise- die Reinigung der Haut zur gleichmäßigen Wirkungsamkeit der Glykolsäure
- die Abdeckung gefährdeter Hautpartien (z.B. Lippen, Lidwinkel, Nasenöffnung) mit Vaseline
- das gleichmäßige Auftragen der Glykolsäure
- die sofortige gründliche Neutralisierung der Säure, um unerwünschte Nebenwirkungen zu verhindern
- die Nachbehandlung der anfangs gereizten Haut mit einer kühlenden Kräutermaske
- die individuelle Beratung und Planung der weiteren Fortsetzung des Fruchtsäure-Peelings
Gemäß der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ergibt sich für alle diese Leistungen ein Gesamthonorar von 36,00 € pro Therapiesitzung.

Zuckerrohrfeld MAUI / HAWAII
Werden die Kosten von den privaten Krankenkassen übernommen?
Unter dem Oberbegriff „Dermabrasio“ (d.h. ärztliches Abschälen erkrankter oberflächlicher Hautschichten) werden die Kosten erfahrungsgemäß bei entsprechender Indikationsstellung von den privaten Krankenkassen übernommen, – manchmal allerdings auch nur anteilig.
Um sicher zu gehen, ob und wieweit die eigene Krankenkasse die Kosten übernimmt, sollte man sich vor der Behandlung hierüber erkundigen.
Sollten Sie Interesse an diesem bewährten und schonendem Verfahren zur Hautverjüngung und Hauterneuerung haben, wenden Sie sich bitte mit weiteren Fragen gern an unser Praxisteam.